Berlin - Nach dem Anschlag auf den früheren Regierenden Bürgermeister von Berlin, Walter Momper (SPD), hat die Polizei noch keine heiße Spur. Auch das Motiv sei noch offen, teilte die Polizei am Samstag mit. Ein Unbekannter hatte am Donnerstag gegen 17.00 Uhr auf den Wagen von Momper geschossen. Das Projektil durchschlug eine Fensterscheibe des Autos. Momper, der sein Fahrzeug bereits abgestellt hatte, wurde bei der Tat nicht verletzt. Momper selbst hatte den Anschlag offenbar zunächst gar nicht bemerkt. Erst in einer Werkstatt wurde am Freitag das Projektil in dem Wagen gefunden. Daraufhin schaltete Momper die Polizei ein. Nach einem Bericht der "Berliner Morgenpost" (Samstag) geht die Polizei von einem gezielten Schuss aus, der anscheinend wegen der Dunkenheit sein Ziel verfehlt habe. Der Lagedienst der Polizei konnte dies nicht bestätigen. Momper ist heute Vizepräsident des Abgeordnetenhauses und zudem in der Baubranche tätig. Bereits in den vergangenen Jahren gab es mehrere Angriffe auf Momper aus der linksextremen Szene. 1994 wurde ein Auto des SPD-Politikers bei einem Brandanschlag zerstört. (APA/dpa)