Washington - Die USA sehen sich einer Invasion der unangenehmen Art gegenüber: Feuerameisen. 1918 waren erstmals schwarze Feuerameisen der Art Solenopsis richteri an der amerikanischen Küste eingeschleppt worden. Sie gruben sich ein und überlebten. Später folgten ihnen ihre roten Cousins von der Art Solenopsis invicta nach. Bisher hielt die Temperaturbarriere sie von einer weiteren Ausbreitung Richtung Norden ab - nun könnte sich aber eine hybride Nachkommenschaft beider Populationen als kälteresistent erweisen. Hybride Feuerameisen leben dort, wo sich die Verbreitungsgebiete beider Spezies überlappen. Labortests zeigen, dass sie wesentlich kälteunempfindlicher sind als beide Ausgangsspezies. Sie überleben zu 80% Temperaturen am Gefrierpunkt länger als sieben Tage, während es von ihren Vorfahren nur 20 bis 40% schaffen. Alte Modelle, wonach die kalten Winter von Tennessee den Vormarsch der Feuerameisen stoppen würden, werden damit über den Haufen geworfen, warnten Forscher von der University of Tennessee in Knoxville beim jüngsten Treffen der Entomological Society of America. Feuerameisen sind deshalb gefürchet, weil sie auf ihren Zügen eine Spur der Verwüstung hinter sich lassen. Sie rotten heimische Insekten aus, werden aber auch für Vieh und Menschen gefährlich. Im Fall einer Störung beißen sie nicht nur zu wie gewöhnliche Ameisen, sondern drehen ihre zangenartigen Kiefer noch in der Wunde, wodurch sie brennende rote Ringe in der Haut ihrer Opfer hinterlassen. (ENN/red)