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Reuters / Arben Celi
Belgrad/Podgorica - Montenegro will keine Lostrennung von Jugoslawien, dem gemeinsamen Staat mit Serbien. Das erklärte am Freitagabend Regierungschef Filip Vujanovic, wie die Nachrichtenagentur Beta aus Podgorica meldete. Die Regierung wünsche aber eine Verfassungsordnung, die die Staatlichkeit und Besonderheiten beider Republiken achte. Die montenegrinische Regierung hatte am Donnerstagabend eine Plattform zur Umbildung des Bundesstaates verabschiedet. Dieses Programm sieht die Selbstständigkeit und internationale Anerkennung der Unabhängigkeit Montenegros und Serbiens sowie die Schaffung einer losen Föderation vor. Die künftige Regelung der Beziehungen mit Serbien solle das "gewohnte, alltägliche Leben" der Bürger nicht beeinträchtigen, sagte Vujanovic. Serbien ablehnend/b>

Die montenegrinische Plattform hat zur Auflösung der Koalitionsregierung von drei Parteien geführt, weil die Volkspartei einen gemeinsamen Staat unterstützt. Auch Serbien reagierte ablehnend auf die Plattform. Die Spitzen der bei den serbischen Parlamentswahlen siegreichen Koalition DOS, die bis Mitte Jänner die neue Regierung bilden soll, haben am Freitagabend entgegen Ankündigungen nicht über die montenegrinische Unabhängigkeits- Plattform gesprochen.

"Wir sprachen über das neue Kabinett", sagte Dragoljub Micunovic, einer der DOS-Führer und Vorsitzender der Bürgerkammer des jugoslawischen Parlaments der Agentur Beta. (APA/dpa)