Peking - Chinas Wirtschaft ist in diesem Jahr um acht Prozent gewachsen. Damit wurde der leicht rückläufige Trend im gleichwohl insgesamt starken Wachstum beendet. Erstmals überschritt das Bruttoinlandsprodukt mit 8,9 Bill. Yuan (1.157 Mrd. Euro/15.925 Mrd. S) die Grenze von einer Bill. US-Dollar (1.075 Mrd. Euro/14.788 Mrd. S) berichtete am Samstag das Statistische Amt in Peking nach angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. In der zu Ende gehenden Periode des neunten Fünf-Jahres-Plans wuchs die Wirtschaft damit um durchschnittlich 8,3 Prozent jährlich. Mit acht Prozent lag das Wachstum in diesem Jahr über der Vorhersage von sieben Prozent und 0,9 Prozent über dem Vorjahreswert von 7,1 Prozent. Nach dem Höhepunkt des Wachstums 1992 mit 14,2 Prozent war Chinas Wirtschaft seither - auch unter dem Eindruck der Asienkrise - immer langsamer gewachsen. In diesem Jahr haben vor allem hohe Staatsausgaben zur Ankurbelung der Konjunktur und die Exporte zu dem starken Wachstum beigetragen. Auch das Pro-Kopf-Einkommen stieg Importe und Exporte wuchsen in den elf Monaten bis November um 33,4 Prozent auf 430,9 Mrd. Dollar. Der Handelsüberschuss betrug 23,6 Mrd. Dollar. Die zugesagten Auslandsinvestitionen stiegen in dem Zeitraum um 36,3 Prozent auf 48,6 Mrd. Dollar, während die realisierten Auslandsinvestitionen um 2,3 Prozent auf 36,2 Mrd. Dollar zurückgingen. Das Statistikamt berichtete auch, die Pro-Kopf-Einkommen der Städter seien um sieben Prozent und die der Landbewohner um zwei Prozent gestiegen. (APA/dpa)