Stockholm - Nach dem Raub von drei Gemälden von Rembrandt und Renoir aus dem schwedischen Nationalmuseums in Stockholm haben die Täter nun mehrere Millionen Kronen Lösegeld für die Rückgabe der Kunstwerke gefordert. Die Polizei habe fünf bis sechs Fotos erhalten, auf denen die Gemälde mit aktuellen Tageszeitungen zu sehen seien, erklärte ein Sprecher am Montag in Stockholm. Die Behörden lehnten die Zahlung von Lösegeld ab. Es habe einen Kontakt über einen Mittelsmann gegeben, sagte Polizeisprecher Leif Jennekvist. Wie hoch die geforderte Summe ist, wollte er nicht sagen. Die Polizei vertrete die Haltung, dass mit Verbrechern nicht verhandelt werde. Der amtierende Museumsdirektor Torsten Gunnarsson lehnte jeden Kommentar "in der gegenwärtigen sensiblen Verhandlungssituation" ab. Eine Million Kronen entspricht 1,56 Millionen Schilling. Die drei Räuber hatten die Gemälde bei einem Überfall am 22. Dezember erbeutet. Sie entkamen in einem Boot; von den Dieben und den Kunstwerken fehlt seither jede Spur. Bei den Werken handelt es sich um ein Selbstporträt Rembrandts aus dem Jahr 1630 und zwei kleinere Gemälde Renoirs mit dem Titel "Conversation" und "Jeune Parisienne" im Millionenwert. Sie waren nicht versichert. (APA/AP)