Frankfurt/Main - Frankfurt feiert im kommenden Jahr die Dichterin Marie Luise Kaschnitz. Die 1901 in Karlsruhe geborene und 1974 in Rom gestorbene Autorin wäre am 31. Jänner 100 Jahre alt geworden. Die Lyrikerin und Erzählerin lebte mit Unterbrechungen von 1942 an viele Jahre im Frankfurter Westend. An einer Veranstaltungsreihe zu Ehren der Dichterin beteiligen sich neben der Stadt auch der Suhrkamp Verlag, der Hessische Rundfunk, das Literaturhaus, das Deutsche Architekturmuseum und das Institut für Stadtgeschichte. Die Regisseurin Amy Leverenz eröffnet den Reigen am 12. Jänner mit einem "Bild-Text-Ton-Schauspiel" mit Kaschnitz-Gedichten. Es schließen sich Podiumsdiskussionen, Lesungen und ein Erzählcafe mit Weggefährten der Autorin an. Im September wird zudem eine Ausstellung mit Originalmanuskripten, Briefen und Fotos der Schriftstellerin aus dem Literaturarchiv in Marbach im Frankfurter Holzhausenschlösschen zu sehen sein. In Frankfurt entstanden viele Gedichte und Prosaarbeiten, später erhielt sie die Ehrendoktorwürde der Universität. Für ihre Werke wurde die gelernte Buchhändlerin 1955 mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet, weitere Preise folgten. Über das genaue Veranstaltungsprogramm informiert eine Broschüre mit dem Titel "Der Kaschnitz zum Hundertsten", die im Frankfurter Amt für Wissenschaft und Kunst und in der Bürgerberatung der Stadt am Römerberg erhältlich ist. (APA/dpa)