Wien - Mit 507.000 Tonnen gesammeltem Altpapier haben die Österreicher im Jahr 2000 einen neuen Rekord aufgestellt. Das entspricht einer Menge von 62,6 kg pro Kopf und einer Steigerung um 27.000 Tonnen oder 5,7 Prozent gegenüber dem Jahr davor. Die fleißigsten Sammler sind die Wiener mit einer Menge von 76,9 kg pro Kopf, dicht gefolgt von den Vorarlbergern mit 75,8 kg. Tirol hat mit 50,6 kg die rote Laterne. Die unterschiedlichen Sammelmengen ließen aber keinen Rückschluss auf das Umweltbewusstsein der Bevölkerung des jeweiligen Bundeslandes zu, sagte der Geschäftsführer der Altpapier-Recycling-Organisation, Werner Knausz. Aufgrund neu ausverhandelter Verträge sollten heuer Konsumenten und Wirtschaft um mehr als 30 Mio. S (2,18 Mio. EURO) entlastet werden. Um eine wirksamere Kontrolle der Tarife des Sammelsystems der Altstoff Recycling Austria (ARA) zu erwirken, geht die Arbeiterkammer (AK) vor den Verfassungsgerichtshof. Nach Ansicht der AK-Umweltexperten entrichten bei der Kunststoffsammlung noch immer rund 50 Prozent der Unternehmen keine oder zu geringe Lizenzgebühren. Dem Staat entgingen dadurch Einnahmen in der Höhe von rund einer Milliarde Schilling. Außerdem vermutet die AK, dass im ARA-System die privaten Haushalte den Gewerbebereich "quersubventionieren". (APA)