Wien - Ende Februar 2002 verliert der Schilling seine Funktion als Zahlungsmittel. Das bedeutet aber nicht, dass er für den, der über diesen Termin hinaus noch Schillinge in seinem Sparstrumpf entdeckt, auch an Wert verliert. Ob die Banken nach Ende Februar Schilling noch kostenlos in Euro umtauschen, steht zwar noch nicht fest, die Oesterreichische Nationalbank mit ihren Filialen in allen Bundesländern - außer im Burgenland und in Niederösterreich - steht aber als "Gratis-Wechselstube" auf jeden Fall zur Verfügung. Sie tauscht weiterhin Schilling in Euro um, wobei weder zeitliche noch betragsmäßige Grenzen existieren. Neben dem österreichischen Schilling verlieren mit 1. März 2002 aber auch elf andere europäische Währungen ihre Gültigkeit als Zahlungsmittel: die Deutsche Mark, der Hollandgulden, der belgische, luxemburgische und französische Franc, die italienische Lira, die spanische Peseta, der portugiesische Escudo, die Finnmark, das irische Pfund und auch die griechische Drachme. Die Banknoten all dieser Währungen können bei der heimischen Notenbank ebenfalls kostenlos in Euro getauscht werden. Allerdings nicht auf unbegrenzte Zeit, wie der Schilling, sondern vorerst einmal limitiert mit Ende März 2002. Dies wurde, wie Notenbank-Vorstandsdirektor Wolfgang Duchatczek im STANDARD-Gespräch mitteilte, im Rahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) vereinbart. Wie es danach weitergeht, ist vorerst noch offen. Wenn keine weiteren Vereinbarungen auf einer europäischen Ebene getroffen werden, können diese Valuten nach dem Stichtag 31. März 2002 nur noch im jeweiligen Ausgabeland umgewechselt werden. (gb, DER STANDARD, Printausgabe 3.1.2000))