Antalya - Die Suche nach Vermissten des vor der türkischen Küste untergegangenen Frachters wurde am Donnerstag eingestellt. Taucher seien bis zu dem Laderaum des auseinandergebrochenen Schiffes vorgedrungen und hätten einen weiteren Toten gefunden, teilte die Marine mit. Weil die Frachträume des Schiffes ansonsten leer gewesen seien, habe man die Suche eingestellt. Flüchtlinge waren vermutlich im Laderaum eingesperrt und ertrunken Nach den Aussagen der Überlebenden des Unglücks war vermutet worden, dass in dem Laderaum mehrere Flüchtlinge ertrunken sind, die illegal nach Griechenland zu kommen versuchten. 37 Menschen sind seit dem Untergang des Frachters am Dienstag gerettet worden, darunter 26 Flüchtlinge aus Iran, Pakistan und Bangladesch. Neun Menschen starben. Zwei Tage lang nach den Vermissten gesucht Die Rettungskräfte hatten zwei Tage lang nach den Vermissten gesucht. Von zehn Besatzungsmitgliedern konnten vier nicht gefunden werden. Wieviele Flüchtlinge an Bord des Schiffes waren, blieb auch am Donnerstag unklar. Ein pakistanischer Überlebender hatte gesagt, er sei mit bis zu 50 Flüchtlingen in dem Laderaum eingeschlossen gewesen. Offizielle Schätzungen gingen von bis zu 80 Menschen an Bord der "Pati" aus. Die Polizei nahm den Kapitän zu einer Befragung fest. Die Staatsanwaltschaft begann mit einer Untersuchung. "Pati" kam aus Israel nach Antalya Die "Pati" war aus Israel nach Antalya gekommen und hatte den türkischen Hafen als leer deklariert wieder verlassen. Bei hohem Seegang rammte das Schiff nach offiziellen Angaben vermutlich einen Felsen und brach dann auseinander. Türkei ist ein Transitland für Flüchtlinge Die Türkei ist ein Transitland für Flüchtlinge aus Asien, Afrika und dem Nahen Osten, die nach Europa wollen. Im August ertranken acht Menschen, weil ihr Schiff auf dem Weg nach Griechenland in der Ägäis kenterte. Im November barg die italienische Küstenwache vor der Südküste einen steuerlos treibenden Frachter mit 877 Menschen an Bord. Sie vermutet, dass das Schiff aus der Türkei kam.