Wien - SP-Umweltsprecherin Ulli Sima plädiert in der BSE-Krise für flächendeckende Tests und einen Importstopp für ungetestetes Rindfleisch. Die Kosten für die BSE-Tests solle das Landwirtschaftsministerium tragen. Keinesfalls dürften die Verbraucher zur Kasse gebeten werden, forderte Sima: "Es ist nicht einzusehen, dass die Konsumenten die Rechnung für eine verfehlte Agrarpolitik zahlen sollen." Mehr Qualität statt Quantität Die SP-Umweltsprecherin verlangt als Konsequenz aus der BSE-Krise ein generelles Überdenken der Agrarpolitik hin zu mehr Qualität statt Quantität. In diesem Zusammenhang kritisierte sie auch die Kürzung der Fördermittel des Bundes für Bio-Bauern. Regierung hat Schnelltests erst unter Druck zugestimmt Die Bundesregierung sieht Sima in Sachen BSE auf einem "Rückzugsgefecht": Landwirtschafts- und Umweltminister Wilhelm Molterer (ÖVP) und Sozialminister Herbert Haupt (FPÖ) hätten ein Verbot der Tiermehlverfütterung ursprünglich abgelehnt und auch eine Ausnahme für die EU-weit vorgeschriebenen Schnelltests erwirkt. Erst auf Grund des öffentlichen Drucks habe sich die Regierung entschlossen, die Schnelltests auch in Österreich vorzuschreiben. (APA)