Wien/Hamburg - Für die weltweite Automobilindustrie wird das Jahr 2001 aller Voraussicht nach eines der weniger erfreulichen. Die Schlüsselrolle wird dabei der US-Markt spielen, auf dem sich der seit längerem erwartete deutliche Einbruch abzuzeichnen beginnt. Die dortige Entwicklung wird für die gesamte Branche "die große, spannende Geschichte", meint ein Analyst der Bankgesellschaft Berlin. Allerdings sind die Vorzeichen für die einzelnen Hersteller recht unterschiedlich, so dass für den interessierten Investoren Chancen auszumachen sind. Bereits in den letzten Wochen des vergangenen Jahres überwogen die negativen Schlagzeilen. Die großen US-Hersteller haben sich nach fünf fetten Jahren für einen Absatzeinbruch "gerüstet": Ford Motor Co, Dearborn, sowie General Motors Corp, Detroit, haben mit drastisch reduzierten Produktionskürzungen den Weg gewiesen. Die DaimlerChrysler AG, Stuttgart, schließt sogar zeitweise mehrere Werke. Wie kräftig der Rückgang auf dem US-Markt ausfallen wird, hängt aber von mehreren Faktoren ab, nicht zuletzt von möglichen Zinssenkungen. Der Analyst geht von einem Rutsch auf 16,5 (17,2) Mill. Fahrzeuge aus, mit der Tendenz auf noch knapp über 16 Mill. im folgenden Jahr. (APA/vwd)