"Karriere hat mit Lebensart zu tun", mit diesem Credo hat die aus Salzburg stammende Doris Ainedter vor knapp elf Jahren ihr Modelabel gegründet. Mit der "Modern Working Woman" auf den Leib geschneiderten Outfits platzierte sie sich als erste heimische Designerin erfolgreich im Bereich der Business-Mode. In der Saison 2001 dürfen sich Frauen abwechslungsreich wie nie geben, Typen- und Stilwechsel richtig auskosten, signalisiert ihre jüngst in Wien präsentierte neue Kollektion. Grundfarben Ihre Grundfarben für den Winter sind Schwarz und Grau, für die warme Jahreszeit Schwarz, Weiß und Beige, daran hat sich nichts geändert. Aufgepeppt wird die klassisch-elegante Linie durch Effektmaterialien, Muster und positiv besetzte Farbtöne. Femininer und Selbstbewusster Die Kundinnen allerdings, die haben sich stark verändert, seit sie 1990 ihr erstes Wiener Geschäft eröffnete, dozierte die Modemacherin: "Vor zehn, elf Jahren glaubten die Frauen, je schlanker, desto besser. Heute sind wir sehr viel femininer und selbstbewusster im Umgang mit dem eigenen Körper. Die heutigen Frauen lassen sich nicht mehr vom Laufsteg diktieren." Der Begriff "Powerfrau" ist ihr zuwider. Frauen haben sich verändert Überhaupt sei die Damenwelt in den Achtzigern viel härter im Auftreten gewesen. Die Frau 2000 vereinbare immer selbstverständlicher Job, Kinder und Partnerschaft und wünsche sich daher "selbstverständliche Kleidung". Die "typische" Kundin Ainedters arbeitet im gehobenen Management, hat nicht allzu viel Zeit für Styling und schätzt daher das maßgeschneiderte Modecoaching, das die 34-Jährige in ihrem Shop bietet. Preis-Leistungs-Verhältnis Was ihre Kunden neben dem Ambiente des 450-Quadratmeter-Shops in der Jasomirgottstgraße so schätzen, sei das Preis-Leistungs-Verhältnis. "In New York präsentieren sich die europäischen Designer extrem hochpreisig. Da verliert der Kunde die Lust am Einkaufen." (APA)