Bagdad/Kairo - Der Irak hat Berichte über einen angeblichen Schlaganfall von Präsident Saddam Hussein als "Unsinn" zurückgewiesen. Diese Berichte seien unsinnig und verdienten nicht einmal eine Antwort, sagte ein Sprecher des irakischen Informationsministeriums nach einer Meldung des britischen Rundfunksenders BBC am Mittwoch in Bagdad. Irakische Oppositionskreise in Damaskus sowie die in London herausgegebene arabische Tageszeitung "Asharq al Awsat" hatten von einem schweren Schlaganfall des 63-Jährigen gesprochen.Opposition: Zusammenbruch nach Parade Nach Darstellung der stärksten schiitischen Oppositionsgruppe, des "Obersten Rats der Islamischen Revolution", war Saddam Hussein am späten Sonntagabend nach Abnahme der größten Militärparade seit zehn Jahren in das Ibn-Sina-Krankenhaus von Bagdad gebracht worden. Nach Informationen von "Asharq al Awsat" soll Saddam während des Neujahrsbanketts nach der Parade zusammengebrochen sein. Informationen über den Gesundheitszustand Saddams werden im Irak wie ein Staatsgeheimnis gehütet und lassen sich nicht überprüfen. Krebsleiden In den vergangenen Jahren soll sich nach Angaben aus Oppositionskreisen der Gesundheitszustand Saddams wegen Erschöpfung oder eines angeblichen Krebsleidens verschlechtert haben. Zu den Spekulationen hatten auch Berichte von Diplomaten geführt, wonach der irakische Staatschef erheblich abgenommen habe. Saddam Hussein hatte am Sonntag die größte Militärparade seit zehn Jahren in der irakischen Hauptstadt Bagdad abgenommen. Wie seit Jahren üblich erschien er nicht in einer Militäruniform, sondern mit Anzug und Hut. Beim Vorbeimarsch der Einheiten feuerte der Präsident mit einem Gewehr mehr als 100 Schuss Munition in die Luft. (APA/dpa)