London - Alle Top-Skigebiete Europas von Skandinavien bis zur Sierra Nevada sind nach Ansicht eines britischen Wissenschafters von der zunehmenden Erderwärmung bedroht. Nach Presseberichten vom Donnerstag haben Untersuchungen der Universität Cardiff (Wales) ergeben, dass die Durchschnittstemperaturen in den Skigebieten Europas in den vergangenen 15 Jahren um ein Grad gestiegen sind. Dadurch drohe ein Schmelzen des Dauerfrostbodens, der die Pisten zusammenhalte. Die Folgen seien Erdrutsche, Felsgefälle und Überflutungen im Tal. Die Berichte stützen sich auf einen Vortrag, den der Geologe Charles Harris von der Universität Cardiff am Mittwoch auf einer Konferenz der Königlichen Geographischen Gesellschaft in Plymouth hielt. Nach Angaben von Harris sind die Alpen am meisten gefährdet. Die Kombination von Bodentemperaturen knapp unter Null, einer hohen Eissubstanz und steiler Abhänge mache den Permafrostboden für Veränderungen besonders anfällig. Die Untersuchungen stünden noch am Anfang, betonte Harris. Verlässliche langfristige Trends könnten daher erst in den nächsten zehn bis 50 Jahren vorausgesagt werden. (APA/dpa)