Los Angeles - Der dänische Regisseur Thomas Vinterberg, mit "Das Fest" noch als großer Nachwuchsstar des losen "Dogma"-Kollektivs um Lars van Trier gehandelt, vollzieht nun definitiv seine Abkehr vom Minimalismus der Bewegung: Ab April wird er laut "Variety" mit Hollywood-Stars arbeiten, wobei ihm mit Claire Danes (u.a. "Romeo und Julia") und Joaquin Phoenix ("Gladiator") zwei der Topstars der jungen Generation zur Verfügung stehen. Durchblicken hatte Vinterberg derartige Ambitionen schon anlässlich des Erfolglaufes seines "Festes", bei dem bei allem Einsatz von Handkamera und Laienschauspielern schon eine traditionell handwerkliche Durcharbeitung des Drehbuches auf hohem Niveau aufgefallen war. Freilich, ein wenig von Euro-Autorenkino- artigem Hang zu Metaphysik dürfte bestehen bleiben: In "It's All About Love" geht es um zwei Liebende, die - so die bei mehreren Quellen praktisch wortgleiche Kurzzusammenfassung - "in einer Welt kurz vor dem spirituellen Zusammenbruch erkennen, dass ihre Beziehung der einzige Halt ist". hcl