Klagenfurt - Die Schlachtung von Rindern mit einem Alter von mehr als 30 Monaten könnte bereits demnächst in Kärnten durchgeführt werden. Dies gab Wirtschaftsreferent Karl Pfeifenberger (F) bekannt. Pfeifenberger hatte am Vortag erklärt, das Land Kärnten sei bereit, sich an der Reaktivierung des seit zwei Jahren still gelegten Schweineschlachthofes im steirischen Groß-St. Florian (Bezirk Deutschlandsberg) zu beteiligen. "Auf Grund dieser Absicht hat offensichtlich bei den Kärntner Schlachtbetrieben ein Umdenken stattgefunden", sagte dazu der Landesrat. "Daher könnte es schon in den nächsten Tagen zu einer Lösung kommen." Derzeit werden Rinder über 30 Monate nur in Großkirchheim (Bezirk Spittal/Drau) geschlachtet. Futter wird knapp Für Pfeifenberger gilt es jedoch, rasch zu handeln. "Jeder Tag bedeutet für die Rinderbauern einen Verlust", sagte er. Bei den Landwirten beginne bereits das Futter knapp zu werden. Zur Aussage des steirischen Agrarreferenten Erich Pöltl (V), er sei von Pfeifenbergers Vorstoß überrascht und dieser habe mit ihm nicht darüber gesprochen, meinte der Kärntner Landesrat: "Unser Ansprechpartner ist der Schlachtbetrieb in Groß-St. Florian und nicht das Land Steiermark." (APA)