Ankara - In einer Offensive gegen Stützpunkte der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sind rund 10.000 türkische Soldaten in den Nord-Irak einmarschiert. Das berichtete der türkische private Fernsehsender NTV am Samstag. Der Sender gab weder einen Zeitpunkt für den Einmarsch noch Quellen für seinen Bericht an. Es hieß nur, es habe bereits mehrere Zusammenstöße mit PKK-Guerillas gegeben. Die türkischen Truppen würden von Kräften der Patriotischen Union Kurdistans (PUK) unterstützt. In der Vergangenheit hat es bereits des öfteren türkische Offensiven im gebirgigen Norden des Iraks gegeben. Mehrere tausend türkische Soldaten sind permanent in einer Art Pufferzone südlich der türkisch-irakischen Grenze stationiert. Von Zeit zu Zeit gibt es größere Offensive tiefer ins Land hinein. Seit der Festnahme des PKK- Führers Abdullah Öcalan vor gut zwei Jahren und dessen Aufruf an seine Anhänger, den Kampf zu beenden und die Türkei zu verlassen, hat es nur noch wenige kurdische Anschläge in der Türkei selbst gegeben. (APA)