Washington - Die als US-Arbeitsministerin designierte Linda Chavez soll nach Medienberichten ein Jahr eine illegale Einwanderin aus Guatemala beherbergt haben. Chavez bestritt, die Frau in ihrem Haushalt beschäftigt zu haben, berichtete der Fernsehsender CNN am Sonntag. Sie habe gesagt, die Frau aufgenommen und ihr Geld gegeben zu haben, um "Leuten in Not zu helfen". Die 53-jährige Chavez, eine Hispano-Amerikanerin aus dem Bundesstaat New Mexico, leitete die UNO-Bürgerrechtskommission während der Amtszeit von Ronald Reagan. Sie gilt als sehr konservativ und trat etwa für ein Ende der zweisprachigen Erziehung in Kalifornien ein. Der republikanische Senator John McCain weigerte sich zu sagen, ob ihre Ernennung zur Ministerin nach den Berichten gefährdet sei. Zunächst müssten weitere Einzelheiten bekannt werden, sagte er dem Fernsehsender ABC. Auch der demokratische Senator Tom Daschle wollte zunächst abwarten. Die US-Gewerkschaften haben heftig gegen die Nominierung von Chavez protestiert. (APA)