Bern - Das Zwischenlager Würenlingen AG wird voraussichtlich im laufenden Halbjahr erste radioaktive Abfälle aus französischen Wiederaufbereitungsanlagen aufnehmen. Die Verantwortlichen der Schweiz haben am Montag in Bern eine französische Delegation entsprechend informiert. **** Frankreich hatte um das Treffen angesucht, weil sich die Inbetriebnahme der Anlagen im Zwilag verzögert hatte. Die betroffenen Ministerien, die Sicherheitsbehörde, die Wiederaufbereitungsfirma COGEMA und der Transporteur Transnucleaire erkundigten sich insbesondere nach Sicherheitsaspekten und dem Stand des Bewilligungsverfahrens in der Schweiz. Die französische Delegation erinnerte daran, dass die Schweiz staatsvertraglich zur Rücknahme der radioaktiven Abfälle aus der Wiederaufbereitung verpflichtet sei. Wie ihnen versichert wurde, sind die erforderlichen Lagerhallen erstellt. Mit der Bewilligung zur Betriebsaufnahme sei in der ersten Jahreshälfte zu rechnen. Nach Angaben von Werner Bühlmann, Leiter der Abteilung Recht und Kernenergie im Bundesamt für Energie (BFE), zeigte sich die französische Delegation befriedigt. Für die Schweiz nahmen an der Besprechung Vertreter des BFE, der Hauptabteilung für die Sicherheit der Kernanlagen (HSK), der KKW-Betreiber und des Zwilag teil. (APA/sda)