Philadelphia - Wenn kleinen Mädchen, die übergewichtsgefährdet sind, das Essen verboten oder beschränkt wird, kann dies dazu führen, dass die Kinder Schaden an ihrer Selbstachtung nehmen. Dies ist das Ergebnis einer Studie von Wissenschaftlerinnen der Penn State University, die in der Zeitschrift "Pediatrics" veröffentlicht wurde. Die Untersuchung Leann Birch und Kirsten Krahnstoever Davison haben Mädchen im Alter von 5 Jahren, die Gefahr laufen, übergewichtig zu werden, und deren Eltern zu einer Testreihe gebeten, wo sie die Maße der Kinder, der Umgang der Eltern mit der drohenden Übergewichtigkeit der Kinder sowie deren Reaktion darauf testeten. Die Wissenschaftlerinnen führten persönliche Interviews mit den Kindern durch, ermittelten ihre kognitiven und körperlichen Fähigkeiten, ihre Sozialkontakte und ihr Körpergefühl. Den Eltern legten sie Fragebögen vor, in denen diese angeben sollte, wie sehr das Übergewicht ihres Kindes sie beunruhigte und welche Beschränkungen sie dem Kind auferlegten. Am besten keine Beschränkungen Eltern reagieren mit typischen Ermahnungen oder auch Verboten wie "Iss nicht alle Chips auf einmal auf, sondern nimm nur ein paar". Wenn das Kind dann doch über dieses Maß hinaus geht, fühlt es sich selbst schlecht. Auch die Mahnung der Eltern "Iss nicht soviel, du wirst zu dick", führt schon bei kleinen Mädchen zu einem negativen Selbstbild. Leann Birch und Kirsten Krahnstoever Davison empfehlen deshalb den Eltern, mehr gesunde und nicht dickmachende Nahrungsmittel im Hause zu haben, so dass Kindern keine Essbeschränkungen auferlegt werden müssen. Außerdem sollten gerade kleine Mädchen zu mehr körperlicher Aktivität angeregt werden. (pte)