Wien - Bei einem "runden Tisch" im Wiener Rathaus ist das endgültige Aus für einen durchgehenden Radweg entlang der Zweier Linie beschlossen worden. "Das ist eine endgültige Entscheidung von Verkehrsstadtrat Fritz Svihalek und mir, die in Übereinstimmung mit den beiden betroffenen Bezirken sieben und acht getroffen wurde", sagte Vizebürgermeister Bernhard Görg (V). Dreispurige Zweier Linie Außerdem sei beschlossen worden, dass die Zweierlinie dreispurig ausgebaut und zwischen der Mariahilfer Straße und der Neustiftgasse ein Radweg angelegt werde, der eine bessere Anbindung an das Museumsquartier ermöglichen soll. "Es haben alle Beteiligten eingesehen, dass in der jetzigen Budgetsituation die 30 Millionen Schilling, die der Radweg gekostet hätte, nicht sinnvoll gewesen wären", sagte Görg. Der dreispurige Ausbau der Zweier-Linie werde sich mit rund 54 Millionen Schilling zu Buche schlagen, vier fünftel davon würden aber infolge des U-Bahn-Baues ohnehin für die Oberflächengestaltung notwendig sein. Kritik von Chorherr "Als einen Umfaller aller ersten Ranges" bezeichnet Christoph Chorherr, Klubobmann der Wiener Grünen, die nunmehr bekannt gegebenen Pläne zum Straßenumbau bei der sogenannten Zweier-Linie. "Genau das, was alle Radfahrer an Wien so kritisieren, geschieht jetzt aufs Neue: Wieder werden statt durchgehender Radwegverbindungen nur Bruchstücke errichtet", erklärte Chorherr in einer Aussendung. Die Grünen würden diese Entscheidung jedenfalls nicht zur Kenntnis nehmen. Protestaktionen gegen diese Entscheidung sind angesagt. Chorherr: "Ein laufender Wahlkampf eignet sich sicherlich nicht, derartig fundamentale verkehrspolitische Entscheidungen zu treffen. Die Phantasie der Grünen ist bekanntlich grenzenlos". (APA)