Washington - Der designierte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat sich am Donnerstag im Senat für eine umfassende Nationale Raketenabwehr stark gemacht. Sie sei wegen gewachsener Bedrohungen notwendig und solle auch die Verbündeten schützen, sagte Rumsfeld in seinem Bestätigungsverfahren vor dem Streitkräfteausschuss der Kongresskammer. Der 68-Jährige war bereits unter Präsident Gerald Ford von 1975 bis 1977 Pentagon-Chef und ist der erste bedeutende Ministerkandidat des neu gewählten Präsidenten George W. Bush, der zur Bestätigung dem Senat Rede und Antwort stand. An der Zustimmung zu seiner Berufung gab es keinen Zweifel. Das amerikanische Volk, die US-Truppen in Übersee sowie Freunde und Verbündete müssten mit einer Raketenabwehr gegen Bedrohungen geschützt werden, die aus neuen Waffentechnologien und deren Weiterverbreitung erwüchsen, sagte Rumsfeld. Er wies in diesem Zusammenhang auch ausdrücklich auf die wachsenden Gefahren für Satelliten hin. Nach seiner Auffassung könnten für die Raketenabwehr entwickelte Technologien auch zu ihrem Schutz genutzt werden. Als erste Aufgabe nach der Amtsübernahme kündigte Rumsfeld eine militärische Bestandsaufnahme an. Modernisierungen sollten möglichst lückenlos, aber zugleich finanziell "vernünftig" erfolgen. Er werde sein Bestes geben, um das Vertrauen der Streitkräfte zu gewinnen, versicherte Rumsfeld weiter. (APA/dpa)