Graz - Lärmschutzwände entlang der Autobahnen, die auch noch Energie liefern - an diesem Projekt wird derzeit in der Steiermark gearbeitet. Bis zum Frühjahr soll ein ein Kilometer langer Abschnitt entlang der Südautobahn (A 2) fertig sein, wo die Lärmschutzwand gleichzeitig als "Mini-Kraftwerk" fungiert. Gleich mehrere Zwecke soll die High-Tech-Versuchsstrecke im Abschnitt Gleisdorf der A 2 erfüllen, geht es nach den Plänen, die von der steirischen Landesbaudirektion gemeinsam mit der Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs AG (Asfinag) gemeinsam realisiert werden: Der Lärmpegel wird für die Anrainer niedriger, die Verkehrssicherheit erfahrungsmäß besser und schließlich wird auch noch Energie gewonnen. Entwickelt wurde das System, bei dem Photovoltaik-Platten auf einer herkömmlichen Lärmschutzwand in Schräglage angebracht werden, von dem im obersteirischen Langenwang beheimateten Unternehmen "m2 engeneering". Mit der gewonnenen Energie sollen vor allem so genannte Wechselverkehrszeichen betrieben werden, die den Autofahrern anzeigen, ob sie bei bereits bestehendem Lärmpegel die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h fahren dürfen oder langsamer werden müssen. Die Baukosten des österreichweit einmaligen Versuchsprojekts wurden mit rund 50 Millionen Schilling (3,63 Mill. Euro) angegeben. (APA)