San Diego - US-Forscher wollen in einer Studie ein Gen entdeckt haben, das für den Schlafzyklus des Menschen verantwortlich ist. Die Forscher der Universität von Utah in Salt Lake City erklärten am Freitag im US-Wissenschaftsmagazin "Science", sie hätten das genetische Muster von vier Generationen einer Familie untersucht, die unter einer erst 1999 entdeckten Schlafstörung leidet. Die Entdeckung des Gens auf dem zweiten Chromosom könne zu der Entwicklung von neuen Medikamenten für Schichtarbeiter und Langstreckenflieger führen. Der Wissenschafter Louis Ptacek sagte, die Mitglieder der untersuchten Familie seien extreme Frühaufsteher. Sie schliefen jedoch genauso viel und genauso lange wie andere Menschen. Die Familienmitglieder werden meist am späten Nachmittag müde, gehen spätestens um 19.00 Uhr schlafen und wachen dann gegen 2.00 Uhr früh wieder auf, wie Ptacek erklärte. Das Syndrom mit dem Namen FASPS sei seitdem bei 20 weiteren Familien entdeckt worden. Das verantwortliche Gen verändere eine von 1.000 Aminosäuren, aus denen das Protein hPer2 bestehe, sagte Ptacek. Damit ändere sich auch die Funktion eines Enzyms, das vermutlich für die Steuerung des Schlafzyklus' verantwortlich sei. Weitere Forschungen könnten zur Entwicklung von Medikamenten führen, die den Schlaf-Wach-Zyklus vor oder zurück verschieben könnten. (APA/AP)