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Pristina/New York - Der scheidende UNO-Verwalter in der südjugoslawischen Provinz Kosovo, Bernard Kouchner, hat die Albaner zu Gewaltverzicht aufgerufen. "Bitte, lehnt Intoleranz ab. Bitte, isoliert die Extremisten", sagte Kouchner in seiner Abschiedsrede in Pristina vor Tausenden von Menschen. Kouchner verlässt die Kosovo-Hauptstadt an diesem Samstag nach eineinhalb Jahren im Amt. Der Franzose wird an diesem Montag vom ehemaligen dänischen Verteidigungsminister Hans Häkkerup abgelöst. Kouchner hob hervor, dass die UN-Mission (UNMIK) unter seiner Führung nicht immer erfolgreich gewesen sei. Er bedauerte insbesondere, dass das Problem der nationalen Minderheiten im Kosovo und der Rückkehr der geflüchteten nicht-albanischen Bevölkerung nicht gelöst werden konnte. "Leider waren wir nicht in der Lage, dieses Ziel zu erreichen", sagte Kouchner. Seit dem Einmarsch der NATO- Truppen verließen über 100.000 Serben das Kosovo. "Mann mit außergewöhnlichen Talenten, großem Intellekt und Charisma" UN-Generalsekretär Kofi Annan sprach Kouchner zum Abschied seinen "tiefsten Dank" aus und würdigte ihn als einen "Mann mit außergewöhnlichen Talenten, großem Intellekt und Charisma". Kouchner habe sein Lebenswerk den "Verletzlichsten dieser Welt" gewidmet, sagte Annan, und dafür gesorgt, dass ihre Bitte um Gerechtigkeit und Frieden nicht ungehört verhallte. "Obwohl (im Kosovo) noch viel unerledigt und viele Wunden offen sind, hat der Heilungsprozess begonnen und ist eine bessere Zukunft in Sicht", sagte der UNO-Generalsekretär in einer am Freitag am UNO-Hauptsitz in New York veröffentlichten Erklärung. (APA/dpa)