Islamabad - Ein seltener Flussdelfin ist in Pakistan aus einem Bewässerungsgraben gerettet und in den Indus zurückgebracht worden. Das berichtete die pakistanische Zeitung "Dawn" am Samstag. Der fast zwei Meter lange Delfin hatte sich in den Kanal verirrt. Die Zahl der Delfine im Indus wird auf nur rund 600 geschätzt. Sie sind wegen des trüben Wassers fast blind, orientieren sich dafür aber mit Ortungsrufen. Die Art ist vom Aussterben bedroht. Staudämme schränken die Bewegungsfreiheit der Säugetiere ein Staudämme schränken die Bewegungsfreiheit der Säugetiere ein, Industrieabwässer setzen ihnen zu, sie geraten in die Netze von Flussfischern und werden von Wilderern gejagt. Die pakistanische Regierung hat daher einen Flussabschnitt zum Schutzgebiet erklärt. Rafting-Sportler machen derzeit mit einer Floßtour auf dem Indus auf die Gefahren für die Delfine aufmerksam. Andere Flussdelfinarten leben im Ganges, im Amazonas, im Orinoco und im Jangtsekiang. (dpa)