Paris - Der französische Verkehrsminister Jean-Claude Gayssot hält es für wahrscheinlich, dass die Überschallflugzeuge vom Typ Concorde in diesem Jahr wieder starten. Die Flotte hat seit dem Absturz einer Air-France-Concorde im vergangenen Sommer bei Paris Flugverbot. Gayssot erklärte dem Rundfunksender RMC, in der kommenden Woche würden in Frankreich Tests mit dem Flugzeug auf dem Boden und in Großbritannien in der Luft durchgeführt. Er werde die Testergebnisse abwarten, bevor er über eine neue Zulassung entscheide. Neben Air France besitzt auch British Airways mehrere der Überschalljets. Er benötige die Garantie, dass eine Kettenreaktion, wie sie zum Absturz der Concorde im Juli führte, sich nicht wiederholen könne, sagte Gayssot. Das französische Büro für Unfalluntersuchung hält es für wahrscheinlich, dass ein Metallteil auf der Startbahn einen Reifen der startenden Maschine platzen ließ und damit eine Kettenreaktion auslöste, die in weniger als 90 Sekunden zum Absturz führte. Die verhängnisvolle Metalllamelle soll von einer DC-10 der Continental Airlines stammen. Nach neusten Erkenntnissen zerbrach der Tank der Unglücksmaschine offenbar in Folge einer Schockwelle von innen heraus. Bei der Katastrophe kamen 113 Menschen ums Leben. (APA/AP)