Flachau - Karin Köllerer (30) Zweite, Christine Sponring (17) Neunte. 13 Lebensjahre und zwei Slalom-Generationen liegen zwischen der routinierten Salzburgerin und der blutjungen Tirolerin, die am Sonntag in Flachau in ihrem erst vierten Weltcup-Slalom erstmals in die Top Ten fuhr. "Ich bin sprachlos", meinte Sponring nach diesem Erfolg, der sie nun sogar für die WM in St. Anton (28.1.-10.2.) noch interessant macht. Sponring ist ein Talent aus der ÖSV-Kaderschmiede, hat aber dort eine Stufe ausgelassen und ist vom Landeskader direkt ins Europacup-Team gesprungen. Nach der Verlegung der Hauser Abfahrt von Freitag auf Samstag hatte sie dort auf einen Start verzichtet, sich lieber in Flachau auf den Slalom vorbereitet. "Weil ich im Slalom einfach die besseren Chancen habe", erklärte die Weerbergerin, die aber auch eine hochtalentierte Allroundern ist. Das allein könnte die blonde Tirolerin, die seinerzeit dem Skifahren den Vorzug gegenüber dem Tennis gegeben hatte, zum WM-Thema machen. Während Carina Raich in Flachau ihre Bravour-Fahrt von Sestriere nicht bestätigen konnte, übertraf Sponring ihr Minimalziel ("Ich wollte mich nur qualifizieren") bei weitem. "Aber an die WM denke ich überhaupt nicht", gab sie sich gelassen. Warum eigentlich nicht? Mit Köllerer und Renate Götschl gibt es derzeit nur zwei Slalom-WM-Fixstarterinnen. Selbst wenn Sabine Egger ("Im Training hat es schon wieder klick gemacht, ich brauche nur noch endlich ein Rennergebnis") oder Anita Wachter in Ofterschwang noch ein Top-Resultat gelingt, ist wohl noch ein Platz offen. Die größte Empfehlung gab Köllerer höchstpersönlich ab. "Die Christine ist ein Riesentalent und zudem unheimlich nervenstark. Fünf Minuten vor dem Start zum Finale habe ich sie förmlich aus der Hütte gestampert. Also die ist wirklich cool." Vor den nächsten Weltcup-Einsätzen ist Sponring aber nun einmal gemeinsam mit Egger wieder im Europacup unterwegs. (APA)