Nürnberg - Der Ex-DDR-Künstler Willi Sitte hat sich nach Einschätzung des Germanischen Nationalmuseums (GMN) in Nürnberg mit seiner Ausstellungs-Absage selbst geschadet. Mit seinem Nein zu der für 2003 geplanten Schau in Nürnberg werde Sitte auf absehbare Zeit in keinem großen Museum der Bundesrepublik zu sehen sein, meinte der Leiter des Nürnberger Museums, Ulrich Großmann, am Montag. Die Absage selbst habe die Museumsleitung überrascht. In dem mit Sitte geschlossenen Vertrag sei ausdrücklich von einer kritischen Auseinandersetzung mit dem Schaffen Sittes als früherem DDR- Funktionär die Rede, betonte Großmann. Sittes Forderung, seinen Nachlass nur gegen Entgelt weiterhin im Germanischen Nationalmuseum zu belassen, lehnte der Museums-Chef ab. Dafür stünden keine Mittel zur Verfügung. Auch finanzielle Forderungen Sittes wegen der entgangenen Ausstellung bewertete Großmann als unverständlich und chancenlos. (APA)