Belgrad - Der frühere jugoslawische Präsident Slobodan Milosevic ist um seine Sicherheit besorgt. Die Belgrader Tageszeitung "Glas javnosti" berichtet unter Berufung auf einen ungenannten DOS-Spitzenfunktionär, dass der Ex-Präsident bei seinem Treffen mit dem jetzigen Staatschef Vojislav Kostunica vor allem um Sicherheitsgarantien für sich und seine Familie gebeten habe. Milosevic soll sich demnach auch vor einer Entführung und Überstellung an das Kriegsverbrechertribunal in Den Haag fürchten. Die US-Regierung hatte vor zwei Jahren ein hohes Kopfgeld für die Festnahme von Milosevic ausgesetzt. Die Zeitung berichtete, Milosevic wolle auch Sicherheitsgarantien für seinen Sohn, der demnächst aus seinem freiwilligen Exil im Ausland zurückkehren soll. Marko Milosevic soll sich laut Medienberichten in der aserbaidschanischen Hauptstadt Baku aufhalten. Er war Anfang Oktober unter einem Tarnnamen aus dem Land ausgereist. Der Ex-Präsident lebt zur Zeit in einer Staatsvilla und wird von Militär- und Spezialpolizeieinheiten bewacht. Der künftige serbische Ministerpräsident Zoran Djindjic hatte angekündigt, der außergesetzlichen Bewachung von Milosevic ein Ende setzen zu wollen. (APA)