Istanbul - Im Südosten der Türkei sind am Dienstag 28 Kinder, die Slogans für die verbotene Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) gerufen haben sollen, in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht worden. Das berichtete der private türkische Fernsehsender NTV unter Berufung auf die Anwaltskammer in Diyarbakir. Kinder dürften nicht in ein Hochsicherheitsgefängnis gebracht werden, kritisierte Mahmut Vefa von der Anwaltskammer. In der vergangenen Woche hatte der Menschenrechtsverein (IHD) die Verhaftung der Kinder im Alter zwischen neun und 16 Jahren als "unmenschlich" bezeichnet. Die Kinder aus der Stadt Viransehir waren am Rande einer Demonstration gegen Kämpfe zwischen dem türkischen Militär und der PKK im Nordirak gefasst worden. Die Eltern gaben an, die Kinder hätten nur Fußball gespielt. (APA/dpa)