Silverstone - Eddie Jordan träumt: "Wir wollen die WM gewinnen", erklärte er bei der Präsentation des neuen Boliden EJ11 am Dienstag am Firmensitz in Silverstone. Die Erklärung: Honda Werksmotoren - die erste Werksunterstützung für die Iren seit drei Jahren. Honda-Motorenchef Takefumi Hosaka nannte ein bescheideneres Ziel: "Wir wollen 2001 eines der Honda angetriebenen Teams in den Top Drei der Konstrukteurswertung haben. Wir wollen den besten Motor der Formel 1 bauen." Die Japaner beliefern auch BAR mit dem neuen Zehnzylinder. Heinz-Harald Frentzen hofft die schlechten Ergebnisse der zurückliegenden Saison vergessen zu machen. "Mein Ziel ist es, dort weiter zu machen, wo wir Ende 1999 standen", sagte der 33-Jährige. "Wenn das Auto zuverlässig ist, sehe ich keinen Grund, warum das nicht gelingen sollte." Damals belegte Frentzen nach zwei Saisonsiegen in der WM-Wertung einen überraschenden dritten Platz. Budgetexplosion Rein optisch könnte es reichen: Diesmal signalisiert ein aggressiver schwarzer Hai auf der Nase des traditionell schwarz-gelb lackierten Rennwagens Heißhunger auf gute Grand-Prix-Resultate. Gegenüber den Konkurrenten fällt der "Raubfisch" durch eine relativ hohe Nase und sehr stark ausgeschnittene Frontflügel auf. Der Rennstall hat in dieser Saison finanziell und personell gewaltig aufgestockt. Das Budget liegt bei 100 Millionen Dollar (106,2 Mill. Euro/1,46 Mrd. S). Die Belegschaft wurde um 50 auf 250 Fachkräfte erhöht. Spektakulärster Neuzugang ist der irakische Aerodynamik-Guru Egbahl Hamidy, der Anfang Februar von Arrows zu Jordan kommt. Der Brite Tim Holloway ist neuer Technischer Direktor. . Die FIFA sei allerdings der Haupt-Ansprechpartner Brüssels in dem Streit. (red/APA/dpa)