New York - Ein größeren Mitspracherecht bei Friedensmission der Vereinten Nationen haben jene Staaten gefordert, die Soldaten für diesen Zweck abstellen. In einer öffentlichen Sitzung des Weltsicherheitsrates in New York warfen am Dienstag Vertreter dieser Staaten zugleich den Mitgliedern des Sicherheitsrates vor, sich an riskanten Friedenseinsätzen nur ungenügend zu beteiligen. Der jordanische UNO-Botschafter Prinz Said Ra'ad Said el Hussein rief die Mitgliedstaaten des Sicherheitsrates auf, mit gutem Beispiel voranzugehen und gerade bei gefährlichen Einsätzen als erste Soldaten zur Verfügung zu stellen. Gegenwärtig stellen die 15 Mitglieder des Sicherheitsrates 8.012 der 37.733 Blauhelm-Soldaten, die meisten von ihnen sind unbewaffnete Militärbeobachter und Polizisten oder kümmern sich um die Logistik. Bei gefährlichen Missionen setzen sich die Blauhelm-Truppen vor allem aus Soldaten ärmerer Länder wie Nigeria, Bangladesch, Indien oder Ghana zusammen. (APA/AP)