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Wien - Die Teilnahme neuer Mitgliedsländer an der Gemeinschaftswährung Euro werde diesen keineswegs schwächen, sondern "ich bin absolut optimistisch, dass dadurch der Euro eine neue Dynamik erfährt", sagte der Vizepräsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Christian Noyer, am Dienstag bei der Euromoney-Konferenz in Wien. Die Teilnahme von Kandidatenländern aus Mittel- und Osteuropa dürfe allerdings erst erfolgen, wenn diese die entsprechenden Voraussetzungen erfüllten. Vor 15 Jahren hätte die Teilnahme einiger Länder an einer Gemeinschaftswährung diese wohl geschwächt, aber auf Grund ihrer starken Entwicklung wiesen die heutigen Teilnahmeländer alle die erforderliche Wirtschaftskraft auf, so Noyer. Zum Zeitpunkt einer möglichen Osterweiterung bzw. einer Verbreiterung der Teilnehmer an der Währungsunion wollte sich Noyer nicht äußern: "Das ist eine rein politisch Entscheidung und nicht Sache der EZB." In seinem Vortrag unterschied Noyer drei Phasen auf dem Weg in die Währungsunion, den EU-Beitritt, die Teilnahme am Europäischen Währungssystem sowie die Beteiligung am Euro. Alle drei Phasen seien gleich wichtig und an die Erfüllung der entsprechenden Kriterien gebunden. "Es ist wie beim Walzer: Man darf nie den zweiten Schritt vor dem ersten machen", so Noyer. (APA)