Wiener Wirtschaftskammer errechnet riesige negative Effekte, sollten bis 2003 nicht 9.000 zusätzliche IT-Fachkräfte ausgebildet sein Wien - Die Wiener Wirtschaftskammer schlägt Alarm: "Bis 2003 fehlen 9.000 Fachkräfte im Sektor Informationstechnologie (IT). Es wird große negative Effekte geben, wenn man diesen Fachkräftemangel nicht ausgleicht", sagte der Präsident der Wiener Wirtschaftskammer, Walter Nettig im Rahmen seiner monatlichen Jour fixe. "Rechnet man den Produktivitätsverlust und die daraus resultierenden weiteren negativen Effekte zusammen, kommt man auf bis zu 20 Mrd. S (1,45 Mrd. Euro) Verlust für Wien", bestätigte Ingo Schmoranz, Leiter der Wirtschaftspolitischen Abteilung. Beschäftigungsexplosion im IT-Sektor Derzeit laufe die Neuorientierung in Richtung New Economy und moderner Dienstleistungen in Wien auf Hochtouren, sagte Nettig. Ein Detailanalyse nach Sektoren zeige ein massives Beschäftigungsplus im IT-Sektor. Im Bereich Datenbanken und Datenverarbeitung explodierte die Beschäftigung um fast 17 Prozent, die Wirtschaftsdienstleister brauchten um 8,5 Prozent mehr Mitarbeiter. "Wenn man es nicht schafft, die laut Wifo-Studie bis 2003 fehlenden 9.000 IT-Fachkräfte in Wien auszubilden und zu engagieren, droht allein ein Produktivitätsverlust von 7,5 bis 10 Mrd. S", sagte Schmoranz. Diesen Wert müsse man mit dem Faktor 1,5 bis 2,0 multiplizieren, um die daraus resultierenden Effekte abschätzen zu können. "Es werden sich mehr Unternehmen ansiedeln, wenn es genug Mitarbeiter gibt, die Mitarbeiter verdienen gut und werden das Geld auch ausgeben. Das alles wird volkswirtschaftlich deutliche Auswirkungen auf die Bundeshauptstadt haben", erklärte Schmoranz. (APA)