Mit der Einführung ausschließlich kostenpflichtiger Telefonauskünfte mehren sich die Beschwerden verärgerter Kunden. Dies meldet der Verein für Konsumenteninformation . Der VKI kritisiert, dass weder Telekom Austria noch die privaten Anbieter CLC und Conduit PLC zu Beginn eines Gesprächs Hinweise auf die anfallenden Gebühren geben. Der VKI fordert die Anbieter von Telefonauskünften auf, über die Kosten zu informieren oder einen Pauschalbetrag pro erledigter Auskunft zu verlangen. Kann der Anbieter die gewünschte Rufnummer nicht zur Verfügung stellen, dürfen dem Anrufer keine Kosten entstehen, fordert der VKI. Telekom Austria (Tel. 118 200) und CLC (Tel. 118 899) verlangen derzeit pro Minute laut VKI rund 14 S. Günstiger sei ein Anruf bei der Telekom Austria Auskunft im Start-Tarif für A1 oder D-Netz-Telefonierer mit rund 6 S pro Minute. Bei Conduit (Tel. 118 811) kommt die Telefonauskunft nach Angaben des VKI auf rund 12 S pro Minute. Die Konsumenten ärgert, dass sie nicht wie bei Mehrwertnummern (0900 ...) am Beginn der Verbindung eine Kosten-Vorinformation bekommen. Wie teuer Anrufe bei der Auskunft tatsächlich sind, sieht der Kunde somit erst bei der nächsten Telefonrechnung. Zudem befürchtet der VKI, dass die Telefonauskunft-Firmen mit unterschiedlich aktuellen Daten arbeiten. Er rät den Kunden, bei Möglichkeit online unter http://www.etb.at oder http://www.otb.at zu recherchieren. Mit Kosten in Höhe von einem Schilling für sechs Minuten komme man am günstigsten zu einer Rufnummern-Auskunft. (pte/APA)