Bonn - Die Unruhen in der Demokratischen Republik Kongo behindern zunehmend auch die Arbeit der Hilfsorganisationen in dem afrikanischen Land. Die Deutsche Welthungerhilfe berichtete am Mittwoch, in der östlichen Region Kivu seien heftige Kämpfe zwischen zwei ethnischen Gruppen, den Lendu und den Hema, ausgebrochen. Lastwagen der Welthungerhilfe mit Hilfsgütern hätten Dienstag Früh umkehren müssen, weil sie von mit Macheten und Lanzen bewaffneten Aufständischen bedroht worden seien. In Butembo, ebenfalls in der Region Kivu, habe das Büro der Deutschen Welthungerhilfe Drohbriefe von Milizen erhalten; die Mitarbeiter würden in den nächsten Tagen nach Goma evakuiert, berichtete die Organisation. Immer mehr Menschen in Kivu fliehen nach Angaben der Hilfsorganisation in die Stadt Bunia, in der mittlerweile etwa 20.000 Schutz Suchende Unterschlupf gefunden haben. Die Nahrungsmittel in der Stadt seien wegen der vielen mittellosen Flüchtlinge äußerst knapp geworden. (APA/AP)