Wien - Der deutsche Baustoffkonzern Heidelberger Zement steigt rückwirkend per Jahresanfang 2001 bei der Ebenseer Betonwerke AG ein. Dies bestätigte der österreichische Haupteigentümer des Unternehmens, der Salzburger Pflasterstein-Industrielle Hans Rieder am Mittwoch nach einem am selben Tag erschienen Bericht des "WirtschaftsBlatts". Eine Tochtergesellschaft der Heidelberger-Gruppe wird 40 Prozent der Anteile an den Ebenseer Betonwerken von der oberösterreichischen Bauhütte Leitl-Werke übernehmen, weitere zehn Prozent gibt Rieder ab, der bisher 60 Prozent an dem defizitären Baustoffunternehmen gehalten hat. Die Ebenseer Betonwerke, die an sieben Standorten einen Umsatz von rund 600 Mill. S (43,6 Mill. Euro) machen, sind vor fünf Jahren von Rieder und dem Familienunternehmen des nunmehrigen Wirtschaftskammerpräsidenten Christoph Leitl übernommen worden. Nach einem weiteren Verlustjahr 2000 mit einem Minus von rund 30 Mill. S habe man erkennen müssen, "dass wir gemeinsam zu wenig Synergien hatten. Danach haben wir mehrere Varianten diskutiert und sind zu dieser, wie ich glaube, guten Lösung gekommen", sagte Rieder am Mittwoch gegenüber der APA. Besonders unterstrich Rieder das "Standing" und die "Glaubwürdigkeit" des bisherigen Ebenseer-Lieferanten und nunmehrigen Partners Heidelberger gegenüber dem hoch konzentrierten Baustoffhandel. Die Heidelberger gilt als einer der weltgrößten Zementerzeuger. Partnerschaften der Heidelberger-Gruppe mit deutschen Mittelständlern hätten ihm gezeigt, dass so ein solches Modell funktionieren könne, sagte Rieder, der keine Details über den Kaufpreis preisgeben wollte. Die Leitl-Werke wollen sich laut "WirtschaftsBlatt" auf das Kerngeschäft Ziegel- und Fertigteile konzentrieren und stärker nach Osteuropa expandieren. (APA)