New York - Mediziner des Memorial Sloan-Kettering Cancer Center (MSKCC) haben herausgefunden, dass eine Mutation der so genannten MAD2-Proteingene besonders aggressives Krebszellen-Wachstum bewirkt. Selbst bisher wirksame Chemotherapeutika können gegen solche Tumorzellen nichts mehr ausrichten. Die Entdeckung der Genstörung könnte helfen, die Aggressivität von Tumoren mit Hilfe von Gen-Markern besser zu diagnostizieren. Robert Benezra und Yong Li hatten, wie in Nature berichtet, dass das MAD2-Gen - ein wichtiger Baustein für die normale Zellteilung - menschliche Krebszellen genetisch verändert. Die Tumorzellen wurden daraufhin genetisch extrem instabil und resistent gegen Chemotherapeutika wie etwa Taxane, was charakteristisch für stark aggressiven Krebs ist. "Als wir das MAD2-Gen einer eher stabilen Lungenkrebs-Zelllinie genetisch zerstörten, konnten wir sehen, wie die Chromosomen bei der Zellteilung frühzeitig auseinander fallen", so die Forscher. Das MAD2-Protein gewährleistet, dass die Chromosomen bei der Zellteilung in gleicher Zahl an die Tochterzellen verteilt werden. Bei fehlendem MAD2 können ganze Chromosomen beim Teilungsvorgang verloren gehen oder hinzu kommen. Krebstypen dieser Art gelten als besonders aggressiv und kaum heilbar. (pte)