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Graz - Ein vorsichtiges Ja zur kommerziellen Nutzung heimischer Wasser-Ressourcen kommt von der steirischen VP-Landeshauptfrau Waltraud Klasnic: Sie meint zum entsprechenden Vorstoß von Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterer, dass daran Bedingungen geknüpft werden müssten: Ein Verkauf in größerem Rahmen dürfte nur über abgefüllte Mengen erfolgen, das Wasserrecht müsse "in heimischer Hand" behalten werden. Keine "Wasserpipeline" Klasnic gibt zu bedenken, dass durch Gewinnung und Export von Tafel- und Mineralwasser kommerzielle Nutzung ohnehin bereits üblich sei. Den jetzt weiter führenden Plänen des Landwirtschaftsministers erteilt Klasnic keine grundsätzliche Absage, weil Molterer ohnehin klar gestellt habe, dass es sich um einen Export in Kanistern oder Flaschen handeln würde: "Die Menge muss überschaubar bleiben", ist für die Landeshauptfrau wichtig. Eine "Wasserpipeline" komme ohnehin nicht in Frage. In der Steiermark wälzen bereits mehrere Gemeinden Pläne für den Wasserexport: Vor allem in der Obersteiermark gibt es mehrere Gemeinden, die sich millionenträchtige Geschäfte durch internationale Vermarktung erwarten. Der Wiener Hochquellenleitung soll jedenfalls keine Gefahr drohen - die geplanten Verkaufsmengen etwa eine drei Viertel Million Liter pro Monat in Flaschen für den Beginn - sollen ausschließlich aus bisher ungenutzten Überschussmengen stammen. (APA)