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Brüssel - Die Außenminister der EU haben am Montag Vormittag in Brüssel eine öffentliche Debatte über Konfliktvermeidung auf ihrem Programm. Die Union sucht nach Wegen, effizienter mit anderen Organisationen von der UNO bis zu Nicht-Regierungsorganisationen in der Konfliktvermeidung zusammenzuarbeiten und ihre vorhandenen Möglichkeiten in diesem Bereich zu verbessern. Für Österreich nimmt Außenministerin Benita Ferrero-Waldner am Ministerrat in Brüssel teil. Die Minister werden voraussichtlich auf die aktuelle Lage in El Salvador nach dem Erdbeben und im Kongo nach der Ermordung von Präsident Laurent-Desire Kabila eingehen. Im Rahmen des laufenden Programmes stehen insbesondere die Weiterentwicklung der Sicherheits- und Verteidigungspolitik sowie der formelle Abschluss des Vertrages von Nizza an. Insbesondere sollten die Minister einen Termin beschließen, wann der Vertrag - wieder in Nizza - formell unterzeichnet werden kann. Inzwischen haben alle Mitgliedsländer dem von Diplomaten im Anschluss an den Gipfel von Nizza im Dezember 2000 ausgehandelten endgültigen Text zugestimmt, auch wenn es in Finnland noch eine formale Hürde zu nehmen gibt. Juristen prüfen zur Zeit, ob die verschiedenen Fassungen in den elf Amtssprachen völlig übereinstimmen. Wie praktisch jeden Monat stehen die Lage auf dem Balkan und der Friedensprozess im Nahen Osten auf der Tagesordnung. Es geht einerseits um die gesundheitsgefährdende NATO-Uran-Munition. Die Minister beraten zudem über die andauernden Spannungen im Gebeit zwischen dem Kosovo und Serbien. Angesichts der Spannungen im Nahen Osten beraten die Minister voraussichtlich über die mögliche stärkere Einschaltung der EU in den Friedensprozess. Die schwedische Außenministerin Anna Lindh will als EU-Vorsitzende noch einmal auf die hervorragende Bedeutung der Osterweiterung in den kommenden Monaten hinweisen. Auch werde sie ihre Sorge über die Lage in Tschetschenien zum Ausdruck bringen, so Diplomaten im Vorfeld des Rates. (APA)