Kitzbühel - Walter Pirchl stand leicht fassungslos im VIP-Sektor des Zielraumes in Kitzbühel. "Das ist völlig skurril", versuchte sich der drittplatzierte von Taxi-Orange gegen den Lärm des Herrn-Super-G durchzusetzen, "daran stimmt nichts." Das Gerücht, der 28-jährige Tiroler könnte, wenn nicht als Nachfolger von Hilmar Kabas, so doch als jugendkompatible Überraschung auf der Wiener FP-Liste aufscheinen ( der Standard hatte berichtet) "hat mich von den Socken gehaut. Ich hab mit Politik nichts und mit der FPÖ schon gar nichts am Hut." Doch weil in den Bergen Gerüchte aus dem flachen Land noch abwegiger klingen als in der Stadt, hatten Pirchls Betreuer am Donnerstag - als der Standard um ein Statement bat - die Dreharbeiten des TV-Taxlers nicht unterbrechen wollen. Umso verblüffter fand sich Walter Pirchl dann am Freitag neben Westenthaler & Co. wieder. "Ich und die FPÖ - das ist Fuchs und Hase. Oder Hund und Katz. Mich haben die nicht gefragt. Ich kenne diese Leute nicht und will das auch nicht." (rott)(DER STANDARD, Print-Ausgabe 20.1.2001)