Wien - Die neue Wiener FPÖ-Spitzenkandidatin Helene Partik-Pable will ihren Vorsitz im parlamentarischen Euroteam-Untersuchungsauschuss bis zur Gemeinderatswahl am 25. März nicht abgeben. Entsprechende Forderungen der SPÖ und der Grünen lehnte sie in der Mittags-"ZiB" am Montag ab. Sie könne auch als Spitzenkandidatin den Ausschuss objektiv führen. "Das eine schließt das andere nicht aus", sagte Partik-Pable. Sie habe auch als Richterin bewiesen, dass sie gewohnt sei, objektiv zu arbeiten. Dem SPÖ-Abg. Otmar Brix warf Partik-Pable "Haxelbeisserei" vor. Brix habe schon vor ihrer Wahl zur Ausschuss-Vorsitzende Kritik an ihr geübt. Nun sehe er eine neue Gelegenheit "für ein kleinliches Hick-Hack". Ihr anfängliches Zögern vor der Übernahme der Funktion der Spitzenkandidatin begründete Partik-Pable mit ihrer persönlichen und familiären Situation. Entscheidend für ihre Zusage sei die "schwierige Situation" der FPÖ gewesen. Die FPÖ sei zwar auf Bundesebene in der Regierung, in Wien habe sich aber an der Linie der FPÖ nichts geändert. Partik-Pable zeigte sich von einem Erfolg bei der Wahl überzeugt. Die Meinungsforscher, die der FPÖ Verluste prophezeien, hätten sich schon oft geirrt. Befragt nach ihrem Wahlziel wollte sie sich auf "keine Zahlenspielereien" einlassen. Sie wolle "möglichst viele Wähler mobilisieren". (APA)