Wien/Graz - Die Influenza ist da - in Ostösterreich. Am Dienstag gab eine Sprecherin der MA 15 in Wien bekannt, dass in der vorangegangenen Woche in der Bundeshauptstadt hoch gerechnet rund 12.400 Neuerkrankungen durch grippale Infekte bzw. die Influenza aufgetreten seien. Derzeit dürfte das vor allem ein ostösterreichisches Problem sein. "Laut Hygieneinstitut der Universität Graz gibt es allerdings in der Steiermark noch keinen Nachweis von Influenza-Viren in den vergangenen Tagen", teilte jetzt die Arge Influenza mit. Sinnvoll sei eine Impfung weiterhin so lange, als man sich nicht krank fühle. Auch die Immunisierung bei einer bereits bestehenden, aber noch nicht zum Ausbruch gekommenen Erkrankung sei unbedenklich. Die Impfung kann in so einem Fall jedoch nicht mehr ihre volle Schutzwirkung entfalten. Keinesfalls werde aber dadurch der Krankheitsverlauf verschlechtert. Der Impfschutz baut sich binnen weniger Tage auf. In den österreichischen Apotheken ist noch Influenza-Impfstoff vorhanden. Auch der pharmazeutische Großhandel hat Vakzine vorrätig. Influenza-Ausbrüche in Westeuropa Die Krankheit sucht mittlerweile auch schon andere Regionen Europas heim: Das Flu-Net der Weltgesundheitsorganisation WHO meldet regionale Influenza-Ausbrüche in Deutschland und Frankreich. Als Ausbruch wird die Erkrankung von mehreren Personen in der gleichen Gegend zum ungefähr gleichen Zeitpunkt bezeichnet. In England, Norwegen und Finnland wird demnach ebenfalls verstärkte Influenza-Aktivität festgestellt. Rund um den Globus: Im Irak und Iran wurde eine Influenza-Epidmie registriert. Vor allem Kinder erkrankten schwer. In den USA gibt es kleinräumig begrenze Influenza-Ausbrüche, in Australien und Chile treten noch einige sporadische Grippe-Fälle auf, die Epidemien auf der südlichen Erdhalbkugel gelten als erloschen. Nördliche und südliche Erdhalbkugel wechseln sich mit den Jahreszeiten auch in Sachen Influenza ab. (APA)