Wien - Im "Schweine-Skandal" wurden am Freitag weitere Verdachtsmomente durch Untersuchungsergebnisse bestätigt. Nach Angaben von Gerald Grosz, Sprecher von Gesundheitsminister Herbert Haupt (F), wurden im Harn von elf Tieren Rückstände von Antibiotika nachgewiesen. Insgesamt wurden die Wissenschafter in der Bundesanstalt für verterinärmedizinische Untersuchungen in Mödling (NÖ) somit 29 Mal fündig. Positive Proben aus Niederösterreich der Steiermark Zehn der positiven Proben stammen aus Niederösterreich, 19 aus der Steiermark. Die drei Verdachtsfälle aus Oberösterreich stellten sich allesamt als negativ heraus. Insgesamt stehen in der Untersuchungsanstalt 183 Einheiten zur Untersuchung an. Proben aus vier steirischen Betrieben Die positiven in der Steiermark gezogenen Proben stammen aus vier Schweinemast-Betrieben, wobei in einem Betrieb eine besondere Häufung festgestellt wurde. Diese Details zum nunmehr abgeschlossenen Screening wegen des Verdachts der illegalen Verwendung von Medikamenten teilte der steirische Veterinärdirektor Josef Köfer am Freitag auf APA-Anfrage mit. Die weiterhin gesperrten acht Betriebe stehen nun unter genauer Beobachtung: Alle hier geschlachteten Tiere werden "auf Herz und Nieren" angeschaut, so Köfer. Nach Auskunft der NÖ Veterinärbehörde sind insgesamt drei Betriebe gesperrt. Die beanstandeten Proben stammen aus jenen Höfen. Theorie der Einzelfälle bricht in sich zusammen "Der Skandal weitet sich aus. Landwirtschaftsminister Wilhelm Molterers Theorie der Einzelfälle bricht in sich zusammen", stellte SPÖ-Umweltsprecherin Ulli Sima fest. Die neuerlichen positiven Proben seien ein klarer Beweise, dafür, dass es sich nicht um einzelne "schwarze Schafe" unter den Schweinebauern handelt. Sima forderte die sofortige Einführung von flächendeckenden Tests auf illegale Medikamente in der Schweinemast. (APA)