Bild nicht mehr verfügbar.

Foto: APA/Pfarrhofer
Wien/St. Pölten/Salzburg - Wiens Spitäler reagieren auf die Fleischskandale: Sie stellen ihre Speisepläne um - auf Bioprodukte. Das St. Anna Kinderspital bezieht seit dieser Woche Rind und Schwein nur mehr von den Biobauernhöfen des Ernteverbands, das SMZ Ost erwägt denselben Schritt. Ein "sehr großer Markt" tue sich hier auf, freut sich die für Großküchen in Wien und Niederösterreich zuständige Ernteverband-Mitarbeiterin Karin Kaiblinger. 100 Millionen Schilling (7,2 Mio.) Umsatzplus pro Jahr für die Biolandwirte durch Belieferung der 30 im Wiener Krankenanstaltenverbund zusammengeschlossenen Spitäler. Diese wollen bis Ende 2005 ein Drittel ihres Lebensmittelbedarfs ökologisieren. Mehrkosten: 50 Millionen Schilling pro Jahr. Die Ökopalette umfasst Milch, Brot, Gemüse und Getreide. Beim Fleisch gibt es laut Kaiblinger "natürliche Grenzen": "Nur Truthahnbrüste wie verlangt können Biobauern nicht liefern." Indes gehen auch in Salzburg Landeskrankenhaus und die Landesnervenklinik den Bioweg. Fleisch wird ab sofort nur mehr über den Ernteverband bezogen. Andere Produkte - Eier und Gemüse - sollen folgen. (bri/neu/DER STANDARD, Print-Ausgabe, 27./28.1.2001)