Amman - Die jordanischen Behörden haben am Samstag sieben anti-israelische Aktivisten festgenommen. Die Festgenommenen sind Mitglieder des Anti-Normalisierungskomitees der Berufsverbände, das für ein Ende der Beziehungen zu Israel eintritt, wie ein Sprecher der Gruppe, Saleh Armuti, mitteilte. Die Aktivsten hatten in der vergangenen Woche eine schwarze Liste mit Namen von Jordaniern veröffentlicht, die mit Israel in Kontakt stehen. Der jordanische Ministerpräsident Ali Abu Ragheb hatte die 14 Berufsverbände, die von islamischen Fundamentalisten dominiert werden, vor der Publikation gewarnt. Er erklärte, diese könne der Wirtschaft schaden und die Sicherheit Einzelner gefährden. Auf der Liste finden sich die Namen von 68 Journalisten, Politikern, Akademikern, Künstlern, Unternehmen und Schulen, die sich für verbesserte Beziehungen zu Israel einsetzen. Bereits am 18. November wurde eine erste Liste veröffentlicht, auf der sich 22 Namen fanden. Ziel der Berufsverbände ist es nach eigenen Angaben, Menschen zu bestrafen, die sich für Beziehungen mit dem "zionistischen Feind" Israel aussprechen. Sie drohen ihren 120.000 Mitgliedern mit Entzug der Mitgliedschaft, wenn sie Kontakte mit Israelis aufnehmen. Ohne die Mitgliedschaft in einem der Verbände darf in Jordanien niemand arbeiten. (APA/AP)