Wien - Wirtschaftsminister Martin Bartensteinwill eine freiwillige Arbeitslosenversicherung für Selbstständige einführen. Damit solle auch für Jungunternehmer, Umsteiger und die neuen Selbstständigen eine soziale Absicherung bei Arbeitslosigkeit geschaffen werden, teilte der Minister in einer Aussendung mit. Wer als Unternehmer scheitere, solle zumindest persönlich abgesichert sein. Die Versicherung könnte nach Vorstellung Bartensteins ab 1. Jänner kommenden Jahres in Anspruch genommen werden. In Anlehnung an das bestehende System der Arbeitslosenversicherung sollen Selbstständige freiwillig sechs Prozent (Arbeitnehmer- und Arbeitgeberbeitrag) der Beitragsgrundlage nach GSVG (Sozialversicherung der gewerblichen Wirtschaft) einzahlen können. Bei einer Einzahlung auf Basis der Mindestbeitragsgrundlage wäre das ein monatlicher Beitrag von 848 Schilling. Bei einem allfälligen Scheitern nach zumindest einem Jahr Beitragszahlung würde der Betroffene einen Anspruch auf monatlich 6.864 Schilling Arbeitslosengeld für die Dauer von 20 Wochen erhalten. Je nach Einzahlungsdauer (von mindestens 52 Wochen) und nach Alter entsteht eine Bezugsdauer des Arbeitslosengelds von 20 bis 52 Wochen. Voraussetzung sei eine Pflichtversicherung in der Krankenversicherung nach GSVG, teilte Bartenstein mit. Arbeitslosigkeit eines Selbstständigen wäre mit der Einstellung der selbstständigen Tätigkeit und mit dem Ende der Krankenversicherung gegeben. Verbunden mit der Auszahlung des Arbeitslosengelds bleibe der Krankenversicherungsschutz bestehen, die Zeit des Bezuges werde als Ersatzzeit für die Pension angerechnet. Vor dem Beschluss der Maßnahme will Bartenstein "zügig" Verhandlungen mit den Sozialpartnern aufnehmen. Ein Ergebnis soll noch vor dem Sommer der Regierung vorgelegt werden. (APA)