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Foto:Reuters/Rickerby
München - Die amerikanische Technologiebörse NASDAQ rechnet nicht damit, ihre Expansion nach Europa kurzfristig verwirklichen zu können. Das Vorstandsmitglied der Computerbörse Alfred Berkeley sagte der "Süddeutschen Zeitung" am Wochenende, der Börsengang der Deutschen Börse am 5. Februar führe dazu, dass konkrete Gespräche mit den Frankfurtern aufgeschoben werden müssten. "Die Kollegen müssen sich erst einmal um ihre eigenen Vorhaben kümmern", sagte Berkeley. Keinesfalls werde die NASDAQ in Europa einen feindlichen Übernahmeversuch starten, versicherte er. "Wir setzen auf gegenseitiges Vertrauen". Die London Stock Exchange (LSE) sei ein möglicher Partner. Die Briten seien mehr als andere zu Gesprächen bereit. Derzeit knüpfe die NASDAQ mit der neuen LSE-Führung um Vorstandschefin Clara Furse Kontakte. Die NASDAQ wollte sich ursprünglich an der inzwischen geplatzten Frankfurt-Londoner Gemeinschaftsbörse iX beteiligen. Einen konkreten Zeitplan für einen eigenen Börsengang der NASDAQ gebe es gegenwärtig nicht, sagte Berkeley.(APA/dpa)