Islamabad/Bonn - Pakistan hat am Dienstag seinen wichtigen Grenzübergang nach Afghanistan am Khyber-Pass wieder geöffnet. Er war vor einer Woche geschlossen worden, um den Flüchtlingsstrom aus dem Nachbarland aufzuhalten. Nach einer Meldung der in Pakistan ansässigen afghanischen Nachrichtenagentur AIP dürfen Afghanen allerdings nur mit einer speziellen Aufenthaltserlaubnis nach Pakistan einreisen. Mehr als 100.000 Menschen sind seit September vor Kämpfen und wegen der Dürre aus Afghanistan nach Pakistan geflohen. Diese Zahl nannte die Deutsche Stiftung für UNO-Flüchtlingshilfe am Dienstag in Bonn. Nach Pakistan kämen jeden Tag 250 bis 750 neue Flüchtlinge. Ferner warteten 10.000 Flüchtlinge auf Inseln im Grenzfluss nach Tadschikistan auf die Erlaubnis, sich über die Grenze in Sicherheit zu bringen. Die Flüchtlingslager seien überfüllt. Zelte und andere Unterkünfte fehlten. Außer an den Kämpfen der regierenden radikal-islamischen Taliban- Miliz gegen die oppositionelle Nordallianz leidet die Bevölkerung Afghanistans nach Angaben der Stiftung unter der schlimmsten Trockenheit seit 30 Jahren. Hunderttausende hätten ihre Dörfer auf der Suche nach Wasser und Nahrungsmitteln verlassen. (APA/dpa)